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Ausbauhaus: Arbeiten beim Fertighaus selbst übernehmen

Mit einem Ausbauhaus verwirklichen Bauherren ihren Traum vom Eigenheim besonders kostengünstig. Mit dieser intelligenten Bauweise können Bauherren durch gezielten Eigenanteil viel Geld sparen, ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen. Im modernen Fertighausbau etabliert sich das innovative Ausbauhaus-Konzept zunehmend als besonders attraktive und kostensparende Alternative, die geschickt zwischen dem komfortablen schlüsselfertigen Neubau und der arbeitsintensiven kompletten Eigenregie positioniert ist. Durch die Verbindung von professionellem Rohbau und persönlicher Eigenleistung entstehen finanzielle Freiräume für Extras wie gehobene Ausstattung. Bauherren nutzen Fertighaus-Technologie und gestalten den Innenausbau selbst.

 

 

Was ist ein Ausbauhaus und welche Vorteile bietet es

 

Ein Ausbauhaus liefert die wetterdichte Außenhülle, während Bauherren den Innenausbau selbst übernehmen. Diese innovative Bauform unterscheidet sich grundlegend vom schlüsselfertigen Fertighaus, da der Bauherr einen erheblichen Umfang der anfallenden Arbeiten in Form von Eigenleistungen selbst übernimmt. Ein Ausbauhaus spart 20 bis 40 Prozent Baukosten und ermöglicht flexible Eigenleistung beim Innenausbau. Heutige Ausbauhäuser verfügen über unterschiedliche Ausbaustufen, wodurch Bauherren ihren individuellen Eigenleistungsanteil optimal bestimmen können.

Von der vollständig installierten Technik-fertig-Variante, bei der sämtliche Elektro- und Sanitärinstallationen bereits fachgerecht eingebaut sind, bis hin zum reinen Rohbau ohne jegliche Innenausstattung existieren zahlreiche fein abgestufte Ausbaustufen, die sich individuell an das verfügbare Budget sowie an das jeweilige handwerkliche Geschick und die Erfahrung des Bauherrn anpassen lassen. Besonders attraktiv macht das Ausbauhaus die Möglichkeit, Arbeiten schrittweise nach eigenem Zeitplan durchzuführen.

 

Welche Eigenleistungen können Sie beim Ausbauhaus übernehmen

 

Beim Ausbauhaus können Bauherren verschiedene Eigenleistungen erbringen, angefangen bei Malerarbeiten bis hin zur vollständigen Haustechnikinstallation. Was kann ich beim Bau eines Fertighauses selbst machen? Diese Frage stellen sich viele angehende Bauherren zu Recht. Zu den üblichen Eigenleistungen zählen Bodenverlegung, Trockenbau, Sanitärinstallationen sowie alle Maler- und Tapezierarbeiten im Haus.

Zu den beliebten Eigenleistungen zählen der Einbau von Innentüren, die Küchenmontage und das Anbringen von Fußleisten. Erfahrene Heimwerker trauen sich durchaus an Elektroarbeiten oder Heizungsinstallationen, wobei bestimmte Tätigkeiten zwingend von Fachleuten abgenommen werden müssen. Die individuelle Auswahl der Gewerke, die beim Ausbauhaus in Eigenleistung erbracht werden können, hängt dabei nicht nur stark von den persönlichen handwerklichen Fähigkeiten und Vorerfahrungen ab, sondern wird maßgeblich auch durch die verfügbaren zeitlichen Ressourcen bestimmt, die der Bauherr neben seiner beruflichen Tätigkeit aufbringen kann.

 

Kosten sparen durch Eigenarbeit beim Fertighaus

 

Die finanzielle Ersparnis durch Eigenleistungen beim Ausbauhaus kann beträchtlich ausfallen. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit etwa 150 Quadratmetern Wohnfläche, das in Eigenregie ausgebaut wird, lassen sich je nach Umfang der selbst durchgeführten Arbeiten zwischen 30.000 und 60.000 Euro einsparen. Arbeitsintensive Gewerke wie Malerarbeiten sind besonders lukrativ, da die Materialkosten gering ausfallen.

Die eingesparten Lohnkosten beim Hausbau können direkt in hochwertigere Materialien oder zusätzliche Ausstattung fließen. Allerdings sollten Bauherren realistisch kalkulieren: Werkzeugkosten, längere Bauzeit und eventuell nötige Nacharbeiten schmälern die Ersparnis. Banken akzeptieren maximal 15 Prozent Eigenleistung als Eigenkapitalersatz. Eine detaillierte Kostenaufstellung hilft bei der Entscheidung, welche Arbeiten sich wirtschaftlich lohnen.

 

Risiken und Herausforderungen bei der Selbstmontage

 

Eigenleistungen beim Ausbauhaus bringen verschiedene Risiken mit sich, die Bauherren genau bedenken sollten. Zeitliche Fehlkalkulationen, die bei der Planung von Eigenleistungen entstehen, führen häufig zu erheblichen Verzögerungen im Baufortschritt, wodurch sich die finanzielle Doppelbelastung aus der weiterhin zu zahlenden Miete für die bisherige Wohnung und den bereits laufenden Raten des Baudarlehens verlängert und somit beträchtliche Mehrkosten verursacht. Fehlerhafte handwerkliche Ausführungen ziehen oft kostspielige Folgeschäden nach sich, vor allem bei kritischen Arbeiten wie Dämmung oder Abdichtung. Die erhebliche körperliche Belastung durch anstrengende Bauarbeiten, die zusätzlich zum regulären Berufsalltag bewältigt werden müssen, wird häufig unterschätzt, was zu gesundheitlicher Überforderung und ernsthaften familiären Spannungen führen kann.

Da bei allen eigenständig durchgeführten Arbeiten am Ausbauhaus sämtliche Gewährleistungsansprüche gegenüber Handwerksbetrieben und Bauunternehmen vollständig entfallen, müssen auftretende Mängel, die sich oft erst nach Monaten oder Jahren zeigen, zwangsläufig auf eigene Kosten und ohne rechtliche Absicherung behoben werden. Auch versicherungstechnische Aspekte spielen eine besonders wichtige Rolle, da nicht alle verfügbaren Bauherrenhaftpflichtversicherungen die möglicherweise entstehenden Schäden durch selbst ausgeführte Eigenleistungen in vollem Umfang abdecken. Praktische Hilfsmittel wie Europaletten erleichtern zwar die Baustellenlogistik, ersetzen aber keine fachgerechte Ausführung kritischer Gewerke.

 

So planen Sie Ihre Ausbauarbeiten richtig

 

Die sorgfältige und durchdachte Planung stellt die unverzichtbare Grundlage für alle erfolgreichen Eigenleistungen beim Ausbauhaus dar. Zunächst sollten die eigenen handwerklichen Fähigkeiten und Kenntnisse ehrlich eingeschätzt und sorgfältig mit dem tatsächlich verfügbaren Zeitbudget sowie den persönlichen Kapazitäten abgeglichen werden.

Die Reihenfolge der Gewerke, welche beim Ausbau eines Hauses zum Einsatz kommen, folgt dabei einer durchdachten und logischen Abfolge, die aufgrund der technischen Abhängigkeiten der einzelnen Arbeitsschritte voneinander sowie zur Vermeidung kostspieliger Nacharbeiten unbedingt eingehalten werden muss. Die folgenden Schritte haben sich beim Ausbauhaus in der Praxis bewährt.

 

  • Erstellen Sie einen detaillierten Zeitplan mit großzügigen Zeitpuffern
  • Materialbestellung frühzeitig koordinieren und Lieferzeiten berücksichtigen
  • Organisieren Sie frühzeitig einen Helferkreis aus Familie und Freunden
  • Werkzeuge und Maschinen im Voraus kaufen oder mieten
  • Fachfirmen für Abnahmen und kritische Arbeiten frühzeitig reservieren

 

Die Dokumentation aller Arbeitsschritte mit Fotos erleichtert spätere Wartungen und Reparaturen. Regelmäßige Qualitätskontrollen, die sowohl während der einzelnen Arbeitsschritte als auch nach Abschluss bestimmter Projektphasen durchgeführt werden sollten, verhindern nicht nur kostspielige Nacharbeiten, die oft erhebliche zusätzliche Material- und Zeitaufwendungen erfordern, sondern tragen auch maßgeblich zur langfristigen Werterhaltung der ausgeführten Arbeiten bei.

Bei Unsicherheiten, die während der Durchführung von Eigenleistungen auftreten können, lohnt sich sowohl die Investition in professionelle Schulungen, die das erforderliche Fachwissen vermitteln, als auch die punktuelle Beauftragung von erfahrenen Fachhandwerkern, welche mit ihrer Expertise für fachgerechte Anleitung und gewissenhafte Kontrolle der ausgeführten Arbeiten sorgen.

 

Ihr erfolgreicher Weg zum selbst ausgebauten Traumhaus

 

Motivierte Bauherren können durch das Ausbauhaus-Konzept ihren Traum vom Eigenheim auf attraktive Weise verwirklichen. Durch realistische Planung, genügend Zeit und handwerkliches Können können Bauherren erhebliche Beträge sparen, ohne die Wohnqualität zu beeinträchtigen. Die beim Ausbauhaus-Konzept gebotene Flexibilität, die sich insbesondere auf den gesamten Innenausbau bezieht, ermöglicht es den Bauherren, ihre individuellen Wohnvorstellungen schrittweise zu verwirklichen, wobei sie sowohl ihr persönliches Arbeitstempo als auch ihr verfügbares Budget berücksichtigen können.

Wichtig bleibt dabei stets die Balance zwischen Eigenleistung und professioneller Unterstützung bei kritischen Gewerken. Mit realistischer Selbsteinschätzung erreichen Bauherren beim Ausbauhaus die ideale Balance zwischen Ersparnis und Qualität.

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